Violett sein
Die Zeit ist reif ……. für spirituelle Politik: Die Partei Die Violetten stellt sich vor
Welcher politische Mensch kann seit Gandhi noch behaupten,
Spiritualität sei politischer Handlungsfähigkeit im Wege?
Und welcher spirituelle Mensch kann seit Gandhi noch behaupten,
es sei müßig, bringe nichts und würde nur vom Weg ablenken,
sich mit der äußeren Realität auseinanderzusetzen?
Die Partei 'Die Violetten – für spirituelle Politik' wurde 2001 gegründet und sieht sich als Vertreter und Sprachrohr einer wachsenden Zahl von spirituellen Menschen, all jener, die sich der
geistigen Dimension unseres Daseins bewusst sind und die ihre ganzheitliche und nicht nur rein materialistische Weltsicht auch in der Politik vertreten sehen wollen.
Die Violetten haben deutschlandweit Ende 2009 rund 1070 Mitglieder und sind mittlerweile in 12 Bundesländern in Landesverbänden organisiert.
Spirituell sein heißt für uns, in erster Linie dem Wohl allen Seins verpflichtet zu sein, d.h. das Verbindende anstatt das Trennende zu betonen, in Liebe, Toleranz und Verantwortung zu handeln
und in allem das Göttliche zu sehen. Im Bewusstsein, dass jede(r) nur vor dem Hintergrund seiner individuellen Glaubensvorstellungen fühlen, denken und handeln kann, bringen wir allen Verständnis
entgegen, wobei wir jedoch jeder Form von Gewalt entschieden entgegen treten.
Die Partei besteht aus vielen verschiedenen Menschen mit all ihren persönlichen Vorlieben und Ansichten. Auch die Vorstellungen von Spiritualität sind unterschiedlich.
Diese Vielfalt verstehen wir als Bereicherung, jede(r) bringt sein Mosaiksteinchen ein, so können wir voneinander über die vielfältigen Möglichkeiten des Lebens lernen, durch jede(n) scheint ein
Stück des grenzenlosen göttlichen Potentials.
Das Verbindende, das jedes Mitglied dazu bewogen hat, den Violetten beizutreten, wie wir die Welt sehen und was wir anstreben, haben wir unter dem Titel "Unsere spirituelle Weltsicht" und in
unserem Programm zusammengefasst. In der Präambel zu unserem Programm heißt es: Wir streben eine Gesellschaftsordnung an, in der Selbsterkenntnis durch die individuelle spirituelle Entwicklung,
Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Kreativität, offene Kommunikation, ökologisches Denken, Gewaltfreiheit, Freiheit im Geistesleben, Menschlichkeit im Wirtschaftsleben, Gleichberechtigung und
Gleichwertigkeit von Frau und Mann und Toleranz obenan stehen.
Viele spirituelle und ganzheitlich ausgerichtete Menschen sehen in unserem derzeitigen politischen System keine Zukunft mehr und beteiligen sich deshalb nicht einmal mehr an Wahlen. Immer mehr
Menschen erkennen aber auch, dass für die Stärkung des Gemeinwohls, die Bewahrung der Schöpfung und die vitale Weiterentwicklung der Demokratie ein neues Politikverständnis gefunden und ein neues
Verantwortungsbewusstsein gelebt werden muss. Dazu bedarf es der aktiven Mitwirkung breiter Bevölkerungsschichten, die ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Wir können die komplexen
gesellschaftlichen Aufgaben der Zukunft nicht mehr einer kleinen Gruppe von Entscheidungsträgern überlassen.
Wenn wir etwas verändern wollen, dann können wir das am leichtesten bei uns selbst bewirken. Die Arbeit an uns selbst, unsere geistige Ausrichtung auf ein klares Bewusstsein ist der erste und
wichtigste Schritt, den jede(r) von uns zu gehen hat. Politik als Kunst der Gestaltung unseres sozialen Zusammenlebens zu begreifen, ist die Aufgabe und Verantwortung aller Bürger.
Die Violetten wollen ernst machen mit dem viel beschworenen ‚Wohl des Volkes’. Ausgehend von der Erkenntnis, dass wir die immensen Probleme auf unserem Planeten nur lösen können, wenn wir die
Verantwortungsbereitschaft und die Potentiale jedes einzelnen Menschen fördern und einbeziehen, stellen wir das Menschsein, die freie Entfaltung der vielfältigen individuellen Potentiale in den
Mittelpunkt unserer politischen Überlegungen.
Deshalb haben wir als ersten wichtigen Schritt die Einführung eines bedingungslosen, existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürger in unser Programm aufgenommen, nicht nur um eine wachsende
Zahl von Menschen von der Existenzsorge zu befreien und ihnen so überhaupt erst die politische Teilhabe am gesellschaftlichen Wandlungsprozess zu ermöglichen, sondern auch um den Einzelnen zu
stärken, sein Leben selbstbestimmt seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend auszurichten und so seine größtmögliche Leistungsfähigkeit für das Gemeinwesen nutzbar zu machen. Die
Finanzierbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens wird von führenden Volkswirtschaftlern nicht mehr angezweifelt; seine Einführung bedeutet aber für viele Institutionen wie Parteien,
Gewerkschaften und sonstige Interessenverbände einen erheblichen Machtverlust, weil die Mensachen dann mehr selbstbestimmt und damit weniger lenkbar sind.
Weitere wichtige politische Forderungen sind die Stärkung der direkten Demokratie in Form von Volksbegehren und -abstimmungen in wichtigen Fragen, eine vom Zwang wirtschaftlicher Interessen
befreite Bildungspolitik, die sich auf die Entfaltung der in jedem Menschen schlummernden Potentiale ausrichtet, ein vom Versicherungszwang befreites Gesundheitswesen, das durch Aufklärung und
Bewusstmachen der Zusammenhänge aus ganzheitlicher Sicht das Entstehen von Krankheit möglichst vermeidet und neben der Schulmedizin bewährte alternative Heilmethoden als gleichberechtigt
anerkennt.
2011 werden Die Violetten in Baden-Württemberg an der Landtagswahl teilnehmen. Wir benötigen dazu Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Bürgern, um als wählbare Alternative auf den
Wahlzetteln zu erscheinen. Die Formblätter für Unterstützer-Unterschriften sind ab Mai auf der Internetseite www.die-violetten.de unter
Wahlen abrufbar (nach dem Herunterladen und Ausfüllen können die Formulare für die Landtagstagswahl beim Ansprechpartner der jeweiligen Region abgegeben werden).
Verfasser: Markus Benz, Landessekretär BW / Veröffentlicht im Info-Magazin Elexier, Ausgabe 5, Januar-März 2009

