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Christina Diggance hat den Bundesvorsitz der Partei "Die Violetten" übernommen
Kirchen.
Christina Diggance hat den Bundesvorsitz der Partei "Die Violetten" übernommen. Die 44-Jährige aus Kirchen, einem Teilort von Ehingen, ist am Wochenende gewählt worden. "Ich muss jetzt erst mal meinen Platz finden, das ist klar", sagt Christina Diggance. Die 44-Jährige, die in Kirchen lebt, wurde am Wochenende in Hessen während der 25. Bundesversammlung der Partei "Die Violetten" zur Bundesvorsitzenden gewählt. Allzu überraschend kam dieser Schritt nicht: Während der vergangenen zwei Jahre stand Christina Diggance bereits an der Spitze des Landesverbandes der "Violetten" und war ein Jahr Beisitzerin im Bundesvorstand der Partei.
"Die Kollegen kamen auf mich zu", berichtet die gebürtige Saarbrückerin. Zu einer Kampfabstimmung kam es nicht - das widerspräche auch dem Bild, das "Die Violetten" von der Politik haben. Auf die Gemeinschaft wird Wert gelegt - und darauf, dass diejenigen, die Ämter innehaben, auch miteinander auskommen. In der Region gebe es "eine Handvoll" Parteimitglieder. "Aber wir haben sehr viele, die uns unterstützen."
Die Partei "Die Violetten", die im Jahr 2001 gegründet wurde, sieht sich als Vertreterin spiritueller Menschen. Wert gelegt wird unter anderem auf Direkte Demokratie Umweltschutz, Erziehung und Bildung, die das Wohl des Ganzen im Auge hat, sowie eine Neudefinition der Arbeit - weg vom Materiellen und hin zum Menschen. Auch ein "bedingungsloses Grundeinkommen" wird gefordert. jmb
Südwest Presse 11.03.2010
„Am Anfang jeder Realität steht ein geistiger Impuls“
Vertreter des Bundes- und Landesvorstandes der „Violetten" besuchen Hohenlohe - Politik und Spiritualität im Blick
„Die Violetten" treten für spirituelle Politik ein. Vertreter des Bundes- und Landesvorstandes stellten nun erstmals auch in Hohenlohe ihr Programm vor.
Rot am See. Gisela und Walter Neumann haben zu Jahresbeginn in ihrem Reubacher Haus einen Seminarraum eröffnet. Sie veranstalten Kursabende und Seminare rund um das Thema
Persönlichkeitsentwicklung, Lebensqualität und ganzheitliches Bewusstsein. Zu einer Gesprächsrunde über „Politik und Spiritualität" hatten sie kürzlich eingeladen, und als Referenten waren Bruno
Walter und Christina Diggance vom Vorstand der violetten Partei zu Gast.
„Die Violetten" bestehen seit 2001 und standen bei der Europawahl im vergangenen Jahr zum ersten Mal bundesweit auf dem Stimmzettel. Sie sehen sich laut Parteiprogramm als „Sprachrohr einer
wachsenden Zahl von Menschen, die sich auch der geistigen Dimension unserer Welt bewusst sind", und die ihre ganzheitliche Sichtweise auch in der Politik vertreten sehen möchten.
Für Christina Diggance hat Spiritualität nichts mit Religion oder Esoterik zu tun: „Am Anfang jeder Realität steht ein geistiger Impuls", führt sie aus, und ist überzeugt davon, dass wir das
stärken und manifestieren, worauf wir die Gedanken fokussieren. Die Beisitzerin im Bundes- und Landesvorstand lehnt es deshalb auch ab, politisch gegen etwas zu kämpfen, sondern will mit
positiver Intention für etwas eintreten. Für ein bedingungsloses Grundeinkommen zum Beispiel, für freie Schulen, oder für eine freie Wahl des Gesundheitssystems.
Ein weiterer Eckpfeiler violetter Politik ist die direkte Demokratie. Bundesvorsitzender Bruno Walter sieht in Volksinitiativen und Volksentscheiden grundlegende Instrumente zur politischen
Willensbildung. „Drei Viertel aller Bundesbürger lehnen zum Beispiel Auslandseinsätze der Bundeswehr ab", konstatiert der 47jährige, „aber nur wenige Einzelne entscheiden darüber. Das muss
geändert werden."
Utopische Ziele einer unbedeutenden Splitterpartei? Die beiden Vorstandsmitglieder sehen das anders: „Wie werden uns dem Wandel nicht entziehen können", sagt Christina Diggance, und registriert
einen wachsenden Paradigmenwechsel in der Gesellschaft, weg von einer materialistischen Sichtweise, hin zu ganzheitlichen Ansätzen in allen Lebensbereichen. Nicht der Wahlkampf stehe deshalb im
Mittelpunkt der Parteiarbeit, sondern Aufklärung, Bewusstseinsbildung und die Schaffung einer „Plattform im System, für die Menschen, die etwas ändern wollen."
Hohenloher Tagblatt, 06.02.2010

